Meine Technik
Als Kind begleitete ich oft meinen Vater auf seinen Streifzügen durch die Natur. Mit einer PRAKTICA FX (Kleinbild-Spiegelreflexkamera vom VEB Kamera-Werke Niedersedlitz) produzierte er hauptsächlich Diapositive, die an langen Winterabenden im Kreise der Familie oder vor Freunden präsentiert wurden. Ab und zu durfte auch ich mal den Auslöser betätigen. Eine Besonderheit dieser Kamera war, dass das Bild auf der Mattscheibe seitenverkehrt erschien und auf dem Kopf stand. Es brauchte schon etwas Geschick, das Motiv richtig in Szene zu setzen. Mit dem Zusatzgerät Umkehrprisma war dieses Dilemma beherrschbar.
Im Jahr 1974 kaufte ich mir eine PRAKTICA L (Kleinbild-Spiegelreflexkamera ohne Automatik vom Kombinat VEB PENTACON Dresden), die bis zum Jahr 2005 gute Bilder produzierte. Als Wechselobjektive verwendete ich ein Teleobjektiv mit 135 mm und ein Weitwinkelobjektiv mit 30 mm Brennweite. Fotografiert wurde in schwarz/weiß oder als Diapositiv. Der Farbfilm kam erst nach 1989 ins Spiel.
Bei Dia- und Fotowettbewerben (Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar, Naturkundemuseum Erfurt) zählten nachfolgende Schnappschüsse zu den Preisträgern.
 
     
 
Im April 2005 beginnt nun auch für mich das Zeitalter der digitalen Fotografie mit all seinen nachgeordneten Möglichkeiten der Weiterverwendung digitaler Bilder. Die Wahl fiel dabei auf eine LUMIX DMC-FZ4EG-S von Panasonic. Die 4 Megapixel erschienen mir als ausreichend. Wichtiges Auswahlkriterium war der 12-fache optische Zoom. Für normale Bilder arbeite ich mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln. Das scheint mir ein gesunder Kompromiss bezüglich Speicherverbrauch, Qualität und Geschwindigkeit bei der Bildbearbeitung. Die bisherigen Ergebnisse bestätigen meine Wahl und sind einfach überzeugend.
In der Zwischenzeit hat sich viel in Sachen Auflösung, Hard- und Software getan. Größere Pixelmengen lassen sich wesentlich schneller verarbeiten. Und die Qualität der Fotos bzw. von Ergebnissen ihrer Bearbeitung hat sich signifikant verbessert. Es bleibt rundum spannend. Leider musste gerade jetzt das Fotografieren wegen anderer Verpflichtungen für längere Zeit ein Hintergrunddasein fristen.
Juni 2020. Eine neue Kamera muss her. Leicht und flexibel soll sie sein, möglichst kompakt. Der Markt hat eine Menge zu bieten. Sich entscheiden zu müssen, wird zu einem Optimierungsproblem. Schlussendlich fiel die Wahl wieder auf eine Panasonic LUMIX, Model DC-TZ202EG-S, mit 20 Megapixeln Auflösung und einem 15-fachen optischen Zoom. Ansonsten ein kleines Computersystem mit Bildverarbeitung, drahtloser Datenübertragung und vielen Unterstützungsfunktionen, das für Anfänger bei gutem Licht im Automatikmodus Bilder von guter Qualität liefert und sonst in seinen vielfältigen Möglichkeiten erst einmal beherrscht sein will...