Was ist Computergrafik |
Grafik ist ein zusammenfassender Begriff für ein- und mehrfarbige flächenhafte Darstellungen der bildenden Kunst auf Papier, die mit Techniken des Druckens (z.B. Holzschnitt, Radierung, Lithografie, Offsetdruck)
oder des Zeichnens (z.B. Bleistift, Kreide, Tusche) erzeugt werden. Erfolgt die Erstellung mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitungsanlagen, so spricht man von Computergrafik.
|
Dabei gibt es zwei Hauptrichtungen des Herangehens: die Bildsynthese und die Bildanalyse. Im ersten Fall werden die Möglichkeiten von Hard- und Software zur Erzeugung und Manipulation von stehenden oder auch bewegten Bildern, im zweiten Fall
für die Erkennung und Auswertung von Bildern genutzt.
|

|
In Abhängigkeit von der Abbildung der Daten im Computer aber auch von den technischen Gegebenheiten des Ausgabegerätes treten uns die Computergrafiken in Form von Linien- (Vektor-) oder Raster- (Pixelgrafiken) entgegen.
Letztere Form ist z.B. typisch für die digitale Fotografie.
|
Seit Anfang der 1960er Jahre werden mathematische Zusammenhänge wie auch die Ergebnisse von Design- und Konstruktionsprozessen in Form technischer Zeichnungen auf computergesteuerten Zeichentischen (z.B. Zuse-Graphomat) ausgegeben.
Der Begriff Kunst kam erst 1963 ins Spiel, als die Zeitschrift "Computers and Automation" einen Wettbewerb ausschreibt. Zum ersten Mal wurden Computergrafiken nach ästhetischen Gesichtspunkten bewertet.
|
Charakteristisch für ästhetische Computergrafik ist weniger die Ausführung mit Hilfe des Computersystems, sondern eher deren Konzeption mit Hilfe eines Programmes (Software), das vom Computer verarbeitet wird.
Dabei stehen unterschiedliche Techniken der Programmierung sowie der Dialogführung (Ein- und Ausgabe) zur Verfügung. Mit der Auswahl der vom System angebotenen Möglichkeiten (Funktionen), deren Parametrisierung und deren zeitliche Abfolge entscheidet letztendlich der Künstler
über das Aussehen des Resultats.
|
Unter Bildserien und Bildgenerierung stelle ich eigene Arbeiten vor. Inspiriert von der Natur und der vom Menschen gestalteten Umwelt versuche ich Gesehenes zu abstrahieren, Algorithmen zu finden,
um mit Linien und flächigen Elementen Grafiken zu erzeugen, bei denen durch eine Vielzahl veränderlicher Parameter immer wieder überraschende Ergebnisse mit oftmals ornamentalem Charakter entstehen. Dabei spielt der gesteuerte Zufall
eine wichtige Rolle, um aus der meist unendlichen Ergebnisvielfalt brauchbare Untermengen zu generieren. Auch das Ausloten von Grenzbereichen führt häufig zu überraschenden Effekten und neuen Ideen, die ihrerseits in die Erweiterung und Vervollkommnung des
aktuellen Programminhalts einfließen.
|